Radsportlerinnen und Radsportler des TSV Eintracht Hittfeld nahmen an einer besonderen Veranstaltung teil
In der norddeutschen Radsportszene ist diese Veranstaltung seit vielen Jahren eine feste Größe. Und zu dieser Tradition gehört auch, dass fast immer Aktive vom TSV Eintracht Hittfeld mit am Start sind.
Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Nach dem Start in Hamburg-Curslack müssen die 250 teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler rund 280 Km nach Berlin-Gatow zurücklegen. Dabei wird die Elbe zweimal, in Geesthacht und in Dömitz, überquert. Die Route führt dabei auf wenig befahrenen und landschaftlich reizvollen Straßen durch insgesamt 7 Bundesländer zum Ziel am Havelsee in Berlin.
Auch wenn die Teilnehmer im normalen Straßenverkehr und unter Beachtung der Straßenverkehrsordnung unterwegs sind, findet doch ein sehr ambitioniertes Fahren auf dem Rennrad statt. Durchschnittsgeschwindigkeiten deutlich höher als 30 km/h sind keine Seltenheit.
Dieses Jahr hatten sich 5 Radsportler vom TSV (Inke, Stefan, Gerrit, Matthias N. und Matthias E.) und 3 befreundete Gastfahrer einen der begehrten und sehr schnell ausgebuchten Startplätze gesichert. Bei Dunkelheit, leichtem Regen und lebhaftem Wind ging es zwischen 06.30 Uhr und 07.15 Uhr auf die Strecke. Schnell versuchte man seinen Rhythmus zu finden und seine avisierte Renngeschwindigkeit aufzunehmen. Dabei ist es natürlich von Vorteil, wenn man diese Herausforderung im Team angehen kann, insofern waren die beiden Teams der TSV-Sportler den mutigen Einzelstartern schon überlegen.
Insbesondere der Streckenabschnitt in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg bot eine traumhaft schöne Landschaft, die die immer stärker schmerzenden Oberschenkel zeitweise in Vergessenheit geraten ließ.
Der besondere Teamspirit zeigte sich dann, als ein Teilnehmer einen Defekt am Fahrrad hatte. Gemeinsam schaffte die Hittfelder es, dass Rad wieder zu reparieren und der Sportler konnte das Rennen fortsetzen.
Die letzten 20 Kilometer entwickelten sich dann für die Teilnehmenden zu einer echten Herausforderung. Nicht nur, dass nach über 250 gefahrenen Kilometern die Kraft deutlich nachgelassen hat, auch der stärkere Verkehr im Umland von Berlin erforderte noch eine höhere Konzentration.
Nach exakt 281 Kilometern erreichten dann die ersten Hittfelder Radfahrer, nach knapp 9 Stunden Fahrtzeit, das Ziel in Gatow. Etwa 40 Minuten später traf die zweite Gruppe ein. Damit bewegten sich die Fahrtzeiten der Hittfelder im Mittelfeld aller gestarteten Teilnehmer.
Im Ziel wurde sich dann noch ausgiebig gestärkt und mit den Teilnehmern aus ganz Norddeutschland ausführlich über die Erlebnisse ausgetauscht.
Die Rückfahrt fand dann mit der Bahn statt und brachte alle TSV Radsportler nach einem langen und anstrengenden Tag wieder zurück ins heimische Seevetal.
